Dass sich die Persönlichkeit eines Menschen auch in seiner Sprache niederschlägt, ist unumstritten. Schriftsteller suchen seit eh und je nach der passenden Ausdrucksweise für ihre fiktiven Charaktere. Sigmund Freud (1856-1939) sah in Versprechern das Unterbewusstsein zu Tage treten. Wer ein ausgeprägtes Sprachgefühl hat, meint zwischen so manchen Zeilen auch die Person des Verfassers zu erahnen. Aber mittels blinder Statistik die Oberfläche eines Texts vermessen, um daraus ein Charakterprofil des Autors zu gewinnen – geht das?
Sprachanalyse
Du bist, was du sprichst
Die Statistik lügt nicht, meint der Psychologe James W. Pennebaker. Mit seinem Textanalyseprogramm will er die Persönlichkeit von Schreibern enttarnen - ein höchst umstrittener Ansatz.
Dass sich die Persönlichkeit eines Menschen auch in seiner Sprache niederschlägt, ist unumstritten. Schriftsteller suchen seit eh und je nach der passenden Ausdrucksweise für ihre fiktiven Charaktere. Sigmund Freud (1856-1939) sah in Versprechern das Unterbewusstsein zu Tage treten. Wer ein ausgeprägtes Sprachgefühl hat, meint zwischen so manchen Zeilen auch die Person des Verfassers zu erahnen. Aber mittels blinder Statistik die Oberfläche eines Texts vermessen, um daraus ein Charakterprofil des Autors zu gewinnen – geht das?


Jan Dönges ist Linguist und Wissenschaftsjournalist in Heidelberg. 

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