Stammzellen
Potente Zellen
Die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen ist ethisch umstritten und Thema vieler Diskussionen - aber sie birgt auch ein großes Potenzial zur Heilung schwerer Krankheiten.
Michael S. Feld und Jürgen Hescheler
So umstritten sie auch sein mag – die Forschung an menschlichen embryonalen wie auch adulten Stammzellen bleibt einer der vielversprechendsten Wege in der Medizin des 21. Jahrhunderts. Denn wenn es gelingt, regenerative Zellen zur Reparatur von Geweben und Organen zu züchten, könnte dies für Millionen schwer kranker Menschen zu einer echten Heilungschance werden. Weltweit befassen sich inzwischen etliche Forscherteams mit der Stammzelltechnologie und versuchen dabei fieberhaft, der Natur ein Geheimnis des Lebens abzuringen: die Gesetze der Zellentwicklung von der einfachen befruchteten Eizelle zu den vielfältigen Gewebetypen eines Organismus. Denn genau das ist Voraussetzung, um gezielt neue Therapien entwickeln zu können. Eben solchen Forschungszwecken dient der Import humaner Stammzellen, den das Robert Koch-Institut bis Anfang April 2003 drei deutschen Arbeitsgruppen erlaubt hat – darunter uns am Neurophysiologischen Institut der Universität zu Köln.
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