Weibliche embryonale Stammzellen mit jeweils zwei X-Chromosomen, die der gleichen Prozedur unterzogen wurden, reiften jedoch nicht zu männlichen Geschlechtszellen heran. Aus ihren Ergebnissen schließen die Wissenschaftler, dass das Y-Chromosom essenziell für die Reifeteilung (Meiose) und für die Entwicklung von Spermien ist.
Durch ihre neue Methode erhoffen sich die Forscher, den Entstehungsprozess von Spermien vollständig verstehen zu können. Möglicherweise ließen sich dadurch die Ursache von Unfruchtbarkeit aufklären und therapeutische Maßnahmen entwickeln, um zeugungsunfähigen Männern zu helfen. Die gezüchteten Spermien dürfen in Großbritannien jedoch nicht für künstliche Befruchtungen eingesetzt werden, da dies das geltende Recht verbietet – Gleiches gilt für Deutschland.
Vor einigen Jahren war es Forschern bereits gelungen, Spermien von Mäusen derart herzustellen. Im Tierversuch gelang es anschließend, lebenden Nachwuchs mit den solcherart fabrizierten Spermien zu zeugen. Dieser war jedoch kleiner oder größer als normal gezeugte Mäusebabys und lebte auch nicht so lange. Die chemische Behandlung der Stammzellen, um sie in Spermien zu wandeln, beeinflusst womöglich die DNA der Zellen negativ. (lw)





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