Die Forscher konzentrierten sich auf zwei vermeintliche Untergruppen von Supernovae, die sich durch unterschiedliche Expansionsraten kurz nach der Explosion auszeichnen: Bei einem Typ schießen die äußeren Hüllen rund eineinhalb Mal schneller ins All als bei dem anderen. Maeda und sein Team untersuchten die Sternexplosionen rund ein halbes Jahr nach dem eigentlichen Ausbruch. Der fortgeschleuderte Sternenstaub war inzwischen so sehr ausgedünnt, dass sich sowohl Vorder- als auch Rückseite der verbleichenden Supernova beobachten ließen.
In mehreren Sternstaubwolken analysierten sie die Emissionslinien von Elementen wie Eisen und Nickel und stellten fest, dass deren Wellenlängen in manchen Fällen vor allem rot-, in anderen blauverschoben waren. Demnach bewegte sich der größte Teil der Sternmaterie von der Erde weg beziehungsweise auf sie zu. Der Ort, an der die Explosion zündete, lag vermutlich nicht im Zentrum des Sterns, spekulieren die Wissenschaftler auf Grund dieser asymmetrischen Materieverteilung. Verantwortlich dafür könnten beispielsweise Konvektionsbewegungen im Kern sein.
Liefen sie tatsächlich alle gleich ab, würde das ihre wichtige Rolle als kosmisches Entfernungsmaß – als so genannte Standardkerze – stärken. Die seit einigen Jahren entdeckte Diversität dieser Sternexplosionen hatte viele Astronomen daran zweifeln lassen. Daniel Kasen von der University of California in Berkeley gibt in einem Begleittext allerdings zu bedenken, dass die neue Studie nicht alle sonderbaren Supernovae erklären könne. Einige Exemplare verlangten nach wie vor nach einem gänzlich anderen Explosionsmechanismus. (mp)





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