Die Obama-Flechte wächst auf pleistozänen Böden der kalifornischen Insel Santa Rosa.
Barack Obama reiht sich damit in die Liste der Persönlichkeiten ein, zu deren Ehren eine Tier- oder Pflanzenart benannt wurde. So tragen eine Ameise (Pheidole harrisonfordi) und eine Spinne (Calponia harrisonfordi) den Namen des US-Schauspielers Harrison Ford, dessen starken Engagement für den Naturschutz gewürdigt werden sollte. Eine Meeresschnecke wurde auf Bufonaria borisbeckeri getauft, weil der namesgebende Biologe dem deutschen Tennisstar huldigen wollte, und ihre Anerkennung für Literatur und Musik taten Forscher kund, als sie zwei Wespenarten Goetheana shakespearei und Mozartella beethoveni sowie eine Spinne Draculoides bramstokeri titulierten.
Unter ihrem Namen leiden allerdings die "Hitlerkäfer" Anophtalmus hitleri: Wegen seines ungewöhnlichen Namens ist das Insekt bei Sammlern stark gefragt. Der braune, blinde Höhlenkäfer werde von der Wissenschaft wenig beachtet, aber von Neonazis geliebt; mittlerweile gebe es eine starke Nachfrage nach den Tieren, Sammler dringen sogar in ihren natürlichen Lebensraum ein, warnte vor einigen Jahren Martin Baehr, Käferexperte der Zoologischen Staatssammlung München. Selbst in der Münchner Sammlung seien fast alle Exemplare entwendet worden, auf Börsen würden Preise von tausend Euro und mehr gezahlt. (dpa/dl)






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