Dass sich die Erdatmosphäre erwärmt, stellt heute kaum noch ein Wissenschaftler in Frage – im Gegenteil: Die meisten sind sogar der Überzeugung, dass sich der Erwärmungsprozess beschleunigt und zunehmend dramatische Folgen nach sich ziehen wird. Einige Szenarien sind heute bereits Oberschülern geläufig: Die Weltmeere werden sich erwärmen und die Gletscher schmelzen; daraufhin wird der Meeresspiegel steigen und Salzwasser die besiedelten Gebiete entlang den flachen Küsten überfluten. Die landwirtschaftlichen Zonen werden sich verschieben. Das Wetter wird wechselhafter und die Stürme heftiger.

Weniger diskutiert, aber nicht minder schädlich sind Sekundärfolgen: Durch die Klimaveränderungen werden zahlreiche schwere Krankheiten häufiger auftreten und sich schneller ausbreiten. Beunruhigenderweise finden die entsprechenden Computersimulationen bereits Bestätigung in der Realität.

Die Erwärmung der Atmosphäre kann verschiedene Auswirkungen auf die Gesundheit haben. So können häufigere, längere und intensivere Hitzewellen den Menschen unmittelbar zu schaffen machen, vor allem wenn die Abende keine Abkühlung bringen. Leider ist Mangel an nächtlicher Kühle durchaus wahrscheinlich: Die zu erwartende Erwärmung ist ungleichmäßig und erreicht ihre höchsten Werte nachts, im Winter und in Breitengraden oberhalb von 50 Grad. An einigen Orten wird sich die Zahl der Todesfälle durch direkte Hitzeeinwirkung bis zum Jahr 2020 voraussichtlich verdoppeln. Weitere gesundheitsschädliche Wirkungen längerer Hitzeperioden sind die Bildung von Smog und die Verbreitung von Allergenen.

Indirekte Folgen


Folgenreicher ist der Einfluss der globalen Erwärmung auf den Ablauf des Wetters. Es ist damit zu rechnen, dass sowohl Überschwemmungen als auch Trockenperioden heftiger ausfallen und rasche