Verhalten
Der Sexualtrick der jungen Orang-Utans
Manche jugendlichen männlichen Orang-Utans täuschen körperliche Unreife vor. So bleiben sie von den Revierbesitzern unbehelligt, wenn sie sich Weibchen in eindeutiger Absicht nähern. Hormonell sind sie aber erwachsen und zeugen Nachwuchs.
Anne Nacey Maggioncalda und Robert M. Sapolsky
Eben geschlechtsreife Orang-Utan-Männchen wirken längst nicht so imposant. Sie sind kaum schwerer als erwachsene Weibchen, von denen sie sich äußerlich noch wenig unterscheiden. Die Pubertät erreichen sie mit sieben bis neun Jahren. Bis sie danach die volle Größe gewinnen und die auffallenden sekundären Geschlechtsmerkmale eines voll erwachsenen Affenmannes ausbilden, dauert es einige Zeit. Doch im Alter von zwölf bis fünfzehn Jahren sind sie normalerweise herangewachsen und nun eine beeindruckende Erscheinung. Auch stellen sie dann eine ernst zu nehmende Konkurrenz für jeden Revierbesitzer dar und treten auch jetzt erst als Paarungspartner der Weibchen auf. Dies glaubten Primatologen zumindest.
Doch sie hatten sich in Pongo pygmaeus, wie der rote Menschenaffe aus den Regenwäldern Borneos und Sumatras mit wissenschaftlichem Namen heißt, getäuscht. Schon als in Zoos die ersten festen sozialen Gruppen von Orang-Utans etabliert wurden, beobachteten die Wärter, dass sich einige heranwachsende Männchen oft jahrelang, mitunter während des ganzen zweiten Lebensjahrzehnts, anscheinend überhaupt nicht weiterentwickelten.
Später berichteten auch Freilandforscher, unter anderen die amerikanische Primatologin Biruté M. F. Galdikas von der Simon Fraser University in Burnaby (British Columbia, K


abrufen





Natur des Glaubens |
Himmelslichter |
Science@Stage |
Quantenwelt |
bildungslücke |
Reactions |
Mente et Malleo |
Öko-Logisch? |
Gute Geschäfte |
DIE ELEKTROKREATIVE KRAFT |
Landschaft & Oekologie |
Graue Substanz | 





