Wachkoma
Wach und doch bewusstlos
Mit raffinierten Gehirnaufnahmen können Neurologen heute das Wachkoma und seine Übergangsformen zuverlässiger diagnostizieren.
Selten dauert dieses Koma länger als zwei bis fünf Wochen. Falls die Patienten wieder zu Bewusstsein kommen, geschieht das in der Regel schon in den ersten Tagen. Viele Betroffene sterben. Manche aber erwachen zwar aus dem Koma, doch sie bleiben dabei bewusstlos: Sie geraten in einen so genannten vegetativen Zustand, auch als Wachkoma bezeichnet. (Bei Medizinern ist auch noch der Ausdruck apallisches Syndrom gebräuchlich. Als generelle Beschreibung des Zustands dieser Patienten lehnt der Autor dieses Artikels das aber ab; die Redaktion).
Patienten im Wachkoma wirken selbst auf Mediziner und Neurologen immer wieder hochgradig irritierend. Diese Menschen durchleben


Steven Laureys leitet die Komaforschungsgruppe
am Zyklotron-Forschungszentrum der Universität
Liège (Belgien). Auch ist er klinischer
Direktor der Neurologischen
Abteilung am Universitätskrankenhaus
Sart Tilman in Liège.
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