Seit über 25 Jahren bereits bemühen sich Deutschland, Dänemark und die Niederlande im Rahmen des Trilateralen Wattenmeerabkommens von 1982 um den Schutz der ungewöhnlichen Wattlandschaft. Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben ihre Küstenregionen als Nationalparks ausgewiesen, auch die Niederlande stellten das Watt mit ihrem "Staatsnatuurmonument Waddenzee" unter Naturschutz. In dieser Woche entscheidet das Welterbe-Komitee der UNESCO nun darüber, ob ein großes Areal des Nordsee-Wattenmeeres zudem zum Welterbe ernannt werden soll.
Ein Großbrand hat Mitte Juni weite Teile der unbewohnten Vogelschutzinsel Mellum im niedersächsischen Wattenmeer zerstört. Der Brand war am 17.06. aus unbekannten Gründen ausgebrochen und hatte sich rasch über die Insel ausgebreitet – wahrscheinlich hatte eine angeschwemmte Scherbe über den Brennglaseffekt die Katastrophe ausgelöst.
Anfangs sollte das Feuer kontrolliert abbrennen, die Brandherde flammten jedoch immer wieder auf, bis es am Donnerstag endgültig unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Verheerend wirkte sich der Brand auf die zahlreichen brütenden Vögel der Insel aus: Etwa 1000 Nester verschiedener Arten wurden ein Raub der Flammen – darunter die Hauptnistplätze von Silbermöwen und Wiesenpiepern. Auch einige Bruten der Austernfischer wurden wahrscheinlich zerstört. Daneben fürchteten die Vogelschützer zeitweise um ihre Schutzhütte, an die das Feuer bis auf zwei Meter heranrückte, bevor es gelöscht werden konnte. Bisher sei ein Sachschaden von 14 000 Euro entstanden, da unter anderem die Arbeits- und Aussichtsplattform völlig zerstört wurde.
Einige Experten erkennen im Feuer jedoch auch eine Chance für Mellum: "Hier entsteht bald eine neue Vegetation, und mit ihr kommen dann auch andere Tierarten nach Mellum", meint Michael Exo vom Institut für Vogelforschung Wilhelmshaven.
Anfangs sollte das Feuer kontrolliert abbrennen, die Brandherde flammten jedoch immer wieder auf, bis es am Donnerstag endgültig unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Verheerend wirkte sich der Brand auf die zahlreichen brütenden Vögel der Insel aus: Etwa 1000 Nester verschiedener Arten wurden ein Raub der Flammen – darunter die Hauptnistplätze von Silbermöwen und Wiesenpiepern. Auch einige Bruten der Austernfischer wurden wahrscheinlich zerstört. Daneben fürchteten die Vogelschützer zeitweise um ihre Schutzhütte, an die das Feuer bis auf zwei Meter heranrückte, bevor es gelöscht werden konnte. Bisher sei ein Sachschaden von 14 000 Euro entstanden, da unter anderem die Arbeits- und Aussichtsplattform völlig zerstört wurde.
Einige Experten erkennen im Feuer jedoch auch eine Chance für Mellum: "Hier entsteht bald eine neue Vegetation, und mit ihr kommen dann auch andere Tierarten nach Mellum", meint Michael Exo vom Institut für Vogelforschung Wilhelmshaven.
Derzeit umfasst die Liste dieser Güter 878 Orte in 145 Ländern. In Deutschland gibt es 33 Welterbestätten, die meisten davon zählen zum Kulturerbe wie der Dom zu Speyer oder die Museumsinsel in Berlin. Einzig die Fossilienfundstätte Grube Messel bei Darmstadt wurde in Deutschland bislang zum Naturerbe ernannt – und leistet damit so außergewöhnlichen Naturstätten wie dem australischen Great Barrier Reef oder dem US-amerikanischen Great Canyon Gesellschaft, die ebenfalls auf der Liste stehen.
Der Weg bis zur dieswöchigen Entscheidung allerdings war steinig: Ganze 17 Jahre haben die Anrainer gebraucht, um bei der UNESCO den entsprechenden Antrag einzureichen. Bereits 1991 hatten sich die drei Länder auf der 6. Wattenmeerkonferenz im dänischen Esbjerg entschlossen, das Wattenmeer in die Liste der UNESCO aufnehmen zu lassen. Doch die Bemühungen gestalteten sich schwierig. Dänemark klinkte sich aus, um ein Naturschutzprogramm für das Wattenmeer vor den eigenen Küsten voranzubringen. Und in Hamburg zog Bürgermeister Ole von Beust 2008 kurz vor dem Stichtag die Beteiligung zurück – aus Angst, die Ernennung zum Weltnaturerbe könnte die geplante Vertiefung der Unter- und Außenelbe behindern.
Die UNESCO hat in der Zwischenzeit Experten der Internationalen Naturschutzunion losgeschickt, um die Angaben des Antrags zu überprüfen. In etwa 120 Gesprächen, beispielsweise mit Vertretern der Muschelfischer oder des Landvolkverbands, verschafften sie sich einen Eindruck davon, wie die Schutzmaßnahmen in der Wirklichkeit umgesetzt sind – und wie der Antrag zum Welterbe bei der Bevölkerung ankommt.
Die Ruhebänke von Seehunden und Robben stehen in den Nationalparks Wattenmeer unter besonderem Schutz.


Freie Wissenschaftsjournalistin 







drucken




Natur des Glaubens |
Himmelslichter |
Science@Stage |
Quantenwelt |
bildungslücke |
Reactions |
Mente et Malleo |
Öko-Logisch? |
Gute Geschäfte |
DIE ELEKTROKREATIVE KRAFT |
Landschaft & Oekologie |
Graue Substanz | 





