THE LANCET 26.02.10
 

Herzerkrankungen bleiben häufigste Todesursache in den USA
Der aktuelle Leitartikel stellt fest, dass laut des letzten Gesundheitsberichts aus den USA Herzerkrankungen dort noch immer die häufigste Todesursache darstellen. Im Jahr 2006 starben 631 636 Amerikaner auf Grund eines Herzleidens. Der "Health, United States, 2009" genannte Bericht wurde vom National Center for Health Statistics an den US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) für den US-amerikanischen Präsidenten und den Kongress erstellt.

Der Bericht stellt deutlich heraus, dass weit mehr getan werden könnte, um diese Erkrankungen zu beenden. Während der Einsatz moderner medizinischer Technologien wie Herzschrittmacher und Cardioverter in den USA zugenommen hat, bleiben die Statistiken bezüglich der Anzahl der Menschen, die ihren Lebensstil geändert haben, düster: Ein Fünftel der erwachsenen Amerikaner ist Raucher, ein Drittel der über 20-Jährigen gilt als fettleibig und nur etwa ein Drittel der Erwachsenen ist regelmäßig körperlich aktiv.

Der Leitartikel folgert daher: "Chronische Herzerkrankungen stellen eine unnötige Belastung der amerikanischen Bevölkerung und des US-amerikanischen Gesundheitssystems dar. Eine strategische, an das Gemeinwesen gerichtete Umverteilung der Mittel (Krankenhäuser und Ärzte der Primärversorgung) kann eine Vielzahl von Personen erreichen und somit wesentliche Verbesserungen im Wohlbefinden der Bevölkerung ermöglichen. Kleine Änderungen können große Unterschiede hervorrufen."

Quelle: CDC. State of the heart in the USA. Lancet 2010; 375: 697

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