In weniger als einer Zehntelsekunde schleudert dieses Jemenchamäleon (Chamaeleo calyptratus) seine Zunge der Beute entgegen. Auch bei Kälte ändert sich daran nichts: Obwohl sich die Tiere langsamer bewegen, schießt ihr Fanginstrument noch genauso blitzschnell hervor.
Der Schleudervorgang selbst erfolgt dann rein elastisch – wie bei einem gespannten Bogen. Durch diesen Mechanismus können Chamäleons im Gegensatz zu anderen Reptilien etwa im Gebirge noch bei wenigen Grad Celsius über dem Gefrierpunkt erfolgreich jagen. Das nutzen sie, um in den frühen Morgenstunden Insekten zu fangen, bevor andere Echsen aktiv werden. (jvs)





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