Mit Hilfe leichter GPS-Geräte haben Forscher nun enthüllt, wer in einem Taubenschwarm sagt, wo es langgeht.
In den Vogelschwärmen existiert also trotz des augenscheinlichen Chaos eine gut ausgebildete Hierarchie mit verschiedenen Ebenen, die wiederum unterschiedlich stark das Verhalten ihrer mitfliegenden Artgenossen beeinflussen. Die Rangordnungen sind jedoch sehr flexibel, weshalb auch augenscheinlich nachrangige Gruppenangehörige ihren Teil zur Entscheidungsfindung beitragen dürfen – eine Erkenntnis, die die Forscher durchaus überraschte, so Biro. Fast zu erwarten war jedoch, dass höherrangige Entscheidungsträger meist an der Spitze des Schwarms fliegen, während der Rest dahinter folgt.
Die Spitzenposition allein genügt jedoch noch nicht, um einen Richtungswechsel durchzusetzen: Die Tauben reagierten schneller auf Vorgaben ihrer Anführer, wenn sich diese links von ihnen aufhielten. Vorherige Laborversuche hatten schon angedeutet, dass Vögel auf soziale Informationen vor allem dann reagieren, wenn sie über ihr linkes Auge ins Gehirn gelangen. Völlig unklar sei allerdings noch, was eine Durchschnittstaube schließlich zum Leitvogel macht, so Biro: "Sind diese Individuen einfach motivierter oder besitzen sie tatsächlich bessere navigatorische Fähigkeiten?" (dl)





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