Rekonstruierte Kollisionsbahnen der Bleiatome, die nun im LHC aufeinander geschossen und vom Inner Tracking System der Anlage erfasst wurden.
"Bei diesen Temperaturen schmelzen sogar Protonen und Neutronen, aus denen die Atomkerne bestehen", erläuterte Evans. Es entsteht eine heißes Plasma aus Quarks und Gluonen, den Bausteinen von Protonen und Neutronen, aus dem sich die Forscher Hinweise auf die so genannte Starke Wechselwirkung erhoffen.
Der Einsatz von reinen Bleiionen unterscheidet sich stark von den bisherigen Experimenten mit Protonen. Von der Quelle bis zur Kollision müssen die Parameter der Maschine neu eingestellt werden. Wie zuvor bei den Protonen werden die Bleiatome zuerst in eine Richtung auf ihre Reise durch den Teilchenbeschleuniger geschickt. Haben sich dann später die Bleiatomstrahlen etabliert, werden sie auf die vollen 2,87 Tera-Elektronenvolt (Tev) je Strahl beschleunigt, bevor die Wissenschaftler die aus 82 Protonen bestehenden Bleiionen aufeinander prallen lassen. Die nötige Energie liegt deutlich höher als bei den leichteren Protonen. Bis zum 6. Dezember sollen nun die Experimente mit den Bleiionen weiterlaufen, bevor das CERN in die Winterpause zur technischen Überholung geht. (tt/dl)





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