Jedoch hatten weder Minute noch Sekunde damals im täglichen Leben eine Bedeutung. Vielmehr waren sie bis in die Neuzeit hinein vornehmlich mathematische Größen und vor allem für die Astronomen wichtig. Für die Zeitmessung erlangten sie erst nach der Erfindung des Pendels in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Bedeutung, als man entspechend genaue Uhren herstellen konnte.
Für die babylonische Zeit ist ebenfalls belegt, dass das Jahr aufgrund der zwölf Lunationen - des vollständigen Ablaufs aller Mondphasen - in zwölf Monate unterteilt und Lichttag und Nacht in je zwölf Stunden untergliedert wurden.
Eine weitere Frage in diesem Zusammenhang sind die sieben Tage der Woche. Auch hier finden sich mehrere Erklärungen oder Vermutungen. Eine davon stellt einen Bezug zu den einzelnen Mondphasen her, zwischen denen jeweils sieben Tage liegen.
Eine andere Erklärung verweist auf die zu babylonischer Zeit sichtbaren sieben erdnahen Himmelskörper Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn, die jeweils einem Wochentage Pate standen.


Die Autorin ist als Museumspädagogin im Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen tätig.

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