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31. Oktober 2002
 
  Automobil ohne Öl?
  Kommentar von [Larusso@t-online.de]:
  beste System = bordeigener Wasserstofferzeugung aus Methanol???
  Folgender Satz stört mich in dem obigen Bericht:

"Das bislang beste System stellt nach dieser Untersuchung ein Fahrzeug mit Brennstoffzellentechnologie und bordeigener Wasserstofferzeugung aus Methanol dar."

Es drängt sich die Frage auf ob ein Methanol, als "bordeigener Wasserstofferzeugung" geeignet ist, oder viel mehr ein Ersatz für Wasserstoff ist.
Halten wir als Einsatzgebiet die Automobiel-Industrie bei: Bei einem Unfall ist der Wasserstoff-Tank "die Gefahr". Die Frage ist nun Wird diese Gefahr durch den Einsatz von "bordeigener Wasserstofferzeugung" durch Methanol aufgehoben? - Die Antwort ist vorerst ja - das Problem mit dem explosiven Wasserstofftank scheint gelöst, ein weiteres tut sich allerdings auf: Methanol ist hoch giftig (gerade auch für den Menschen). Was passiert bei einem Unfall? - Der Wasserstofftank explodiert und Menschen in der näheren Unfallumgebung könnten ihr Leben verlieren. Tragisch aber: hat das fahrzeug statt Wasserstoff einen Methanol Tank, der bei dem Unfall zerstört wird, tritt das Methanol aus. Tritt Öl bei einem "normalen" PKW aus, baggert man die stelle einfach aus. Methanol allerdings ist wasserlöslich, was soviel heisst, dass das Methanol einfach durch die Erde bis in das Trinkwasser fließt. Wohl gemerkt ein Tropfen Öl verseucht X Millionen Liter Wasser, was tut dann das hoch giftige Methanol? - Die folge wäre, dass eventuell eine ganze Stadt das verseuchte Trinkwasser drinkt und...

Ich sehe es also falsch, dieses System als das beste darzustellen, da es wenigstens genau soviele Gefahren mit sich bringt, im Vergleich zu der "herkömmlichen" Brennstoffzelle. Hinzu kommt, dass durch die Reaktion (CH3OH + H2O ---> 3H2 + Co2) auch in geringen Maße Kohlenstoffdioxid frei gesetzt wird. Wie hoch dieser Ausstoß ist kann ich leider nicht sagen. Er wird aufjedenfall x-fach niedriger sein als der bisherige Austoß der Fossilen Brennstoffe.
 
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