Was verdankt die Raumfahrt dem Stummfilm "Die Frau im Mond" (1929) von Fritz Lang?
a) Raumanzug b) Countdown c) "Ein kleiner Schritt für mich,..." d) Cape Canaveral
Antwort:
Fritz Lang erfand in seinem Stummfilm "Die Frau im Mond" den Countdown.
Erklärung:
"Als ich das Abheben der Rakete drehte, sagte ich: Wenn ich eins, zwei, drei, vier, zehn, fünfzig, hundert zähle, weiß das Publikum nicht, wann die losgeht. Aber wenn ich rückwärts zähle: Zehn, neun, acht, sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins, NULL! - dann verstehen sie." So erklärte Fritz Lang (1890-1976) den Countdown einer Rakete zum Mond in seinem Stummfilm "Die Frau im Mond" von 1929 - und fügte hinzu: "Noch so eine von meinen verdammten Eingebungen."
Tatsächlich ist "Die Frau im Mond" weit mehr als Utopie, denn 40 Jahre vor dem ersten bemannten Raumflug heuerte Lang als Berater unter anderem den "Vater der Weltraumfahrt" Hermann Oberth (1894-1989) an, der später maßgeblich die Raketenentwicklung der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde vorantrieb.
Schließlich waren seine Forschung sogar der Grund, weshalb "Die Frau im Mond" von den Nationalsozialisten verboten wurde: Die Rakete, mit der sich ein verarmter Professor und seine von Eifersuchtsdramen gebeutelte Mannschaft - ja, es fliegt auch eine Frau mit - zum Mond aufmacht, sahen den Prototypen der Peenemünder V-2-Raketen einfach zu ähnlich.
Übrigens: Auch Jules Vernes (1828-1905) Raumschiff Columbiad in seinem 1867 erschienenen Roman "Von der Erde zum Mond" startete nach dem Lauf der Sekunden - aber eben nicht nach einem Countdown. Der "Projektilwaggon" startete - übrigens nur einige Kilometer vom heutigen Cape Canaveral entfernt - am 1. Dezember, 22 Uhr, 46 Minuten und 40 Sekunden: "35, 36, 37, 38, 39, 40, FEUER!"
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