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Verschwörungstheorien stören effiziente Bemühungen, HIV/AIDS zu stoppen Mitarbeiter des Gesundheitswesens müssen unbedingt die Verschwörungstheorien um die Verbreitung und Behandlung von HIV/AIDS bei Afro-Amerikanern ansprechen, fordert der aktuelle Leitartikel. Einer von sieben Afro-Amerikanern glaubt, dass AIDS von der Regierung zur Kontrolle der schwarzen Bevölkerungsschicht geschaffen wurde, so das Ergebnis einer aktuellen US-Studie. Einer von drei Befragten ist der Überzeugung, dass das HI-Virus in Regierungslaboratorien produziert wurde; mehr als die Hälfte sagten aus, dass eine Heilung von HIV/AIDS den Armen vorenthalten werde. Zwar seien die Verschwörungstheorien nachvollziehbar, berücksichtige man die Geschichte der Diskriminierung der Afro-Amerikaner. Laut des Leitartikels entsteht daraus aber ein reales Risiko, dass sie die Bemühungen zunichte machen, die Epidemie in dieser Gemeinschaft aufzuhalten. Mehr als die Hälfte der HIV-Neuinfizierten in den USA sind Afro-Amerikanern. "The Lancet" ist daher der Überzeugung, dass Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die in der Bekämpfung von HIV/AIDS arbeiten, die Wurzeln der Verschwörungstheorie und das allgemein verbreitete Misstrauen in der afro-amerikanischen Gesellschaft zur Kenntnis nehmen und diskutieren sollten. Michael McCarthy, Nordamerika-Korrespondent des Lancet, kommentiert: "Frauen und Männer mit der Überzeugung, dass die Regierung HIV erschaffen hat, werden kaum Gesundheitswarnungen eben dieser Regierung ernst nehmen, Aufrufen zu Tests folgen oder sich empfohlenen Behandlungen unterziehen. Um den Personenkreis mit dem höchsten Risiko zu erreichen, sollten die Mitarbeiter des Gesundheitswesens daher mehr schwarze Mentoren gewinnen und ausbilden, damit die Inhalte der Sexualerziehung in einer kulturell angemessenen Art und Weise an Afro-Amerikaner vermittelt werden können. Darüber hinaus sollten Angehörige der Regierung und des Gesundheitswesens über die sehr reale Diskriminierung von Angehörigen der schwarzen Gemeinschaft innerhalb des US-Gesundheitssystems sprechen. Die bei weitem wichtigste Maßnahme besteht aber darin, dass die Führer der afroamerikanischen Gemeinschaft und die Macher der diese Gruppe ansprechenden Medien das Anzweifeln der Verschwörungstheorien zu einer Priorität erklären." Quelle: Editorial. Conspiracy theories of HIV/AIDS. Lancet 2005; 365: 448 http://www.thelancet.com |
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