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THE LANCET   03.02.06
 
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Überlebensvorteil für Patienten, die Antikoagulationstherapie in Eigenregie durchführen

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Für Patienten, die ihre Warfarin-Therapie selbst überwachen, könnte sich das Sterberisiko unabhängig von der Todesursache um ein Drittel reduzieren, so das Ergebnis einer Meta-Analyse. Eine Selbstüberwachung ist jedoch nicht für alle Patienten durchführbar, sondern setzt voraus, dass die entsprechend geeigneten Personen erst einmal identifiziert und auch eingearbeit werden.

Orale Antikoagulanzien reduzieren die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose. Ein Großteil ihres Potenzials bleibt jedoch ungenutzt, weil entweder keine oder eine suboptimale Behandlung erfolgt. Das therapeutische Fenster von Warfarin ist eng und setzt daher eine regelmäßige Untersuchung und entsprechende Anpassung voraus. Testmöglichkeiten für zu Hause erlauben es Patienten, die Dosisspiegel selbst zu testen und dann selbst anzupassen oder durch Kontakt zur Klinik anpassen zu lassen. Eine solche Selbstüberwachung ist für die Patienten angenehmer, es gibt jedoch keine verlässlichen klinischen Daten, die deren Anwendung bis jetzt unterstützen.

Carl Heneghan von der University of Oxford in Großbritannien und seine Kollegen fassten Daten aus 14 randomisierten Studien zur Selbstüberwachung zusammen. Sie fanden heraus, dass die Selbstüberwachung im Vergleich mit Patienten, die sich nicht selbst überwachten, thromboembolische Vorfälle (Verschluss eines Blutgefäßes durch beispielsweise ein Blutgerinnsel) im Vergleich um 55 Prozent reduzierte, die Gesamtsterblichkeit relativ um 39 Prozent senkte und die Zahl schwerer Blutungen relativ um 35 Prozent verringerte. Sie fanden auch heraus, dass Patienten, die zur Eigentherapie fähig waren (Eigentestung und -dosierung) weniger Thromboembolien zeigten und eine geringere Sterblichkeitsrate aufwiesen als Patienten, die sich nur selbst überwachten.

Dr Heneghan erklärt: "Eine Selbstüberwachung kann die Qualität der oralen Antikoagulationstherapie verbessern, sodass Patienten häufiger Dosen im therapeutischen Bereich erhalten. So werden die Vorteile verbessert und die Nachteile vermindert."

Quelle: E Richardson. Self-monitoring of oral anticoagulation. Lancet 2006; 367: 412
 
http://www.thelancet.com
 
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