Dr. Uli Doberer und Diplom-Ingenieur Felix Schrimpf
Ein Leben ohne Elektrizität, ohne die zahlreichen Haushaltsgeräte und Medien der Unterhaltung, erscheint Menschen in Industrieländern höchstens als romantischer Traum vorstellbar. Gleichwohl ist die Geschichte der Stromnutzung in Privathäusern noch recht jung. Mit der ersten Dynamomaschine, die Werner von Siemens (1816 bis 1892) in Berlin 1866 baute, begann zunächst die Starkstromtechnik. Thomas Alva Edison (1847 bis 1931) setzte dann 1882 in New York das erste Elektrizitätswerk in Betrieb. Bereits um 1885 gab es Gleichstromanlagen mit brauchbaren Motoren für Gewerbe und Industrie, bald darauf auch Glühlampen sowie erste elektrische Heiz- und Kochgeräte. Aber die Elektrifizierung der privaten Haushalte ging doch ziemlich zögerlich vonstatten. Elektroherd, Kühlschrank, Staubsauger, Wasch- und Spülmaschine, Radio, Telephon und Fernsehen wurden in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg allgemeiner Standard. Hinzu kamen inzwischen Home Computer, vielfältige Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Klimaanlagen, elektrische Garagentor- und Rolladenantriebe, Einbruchmeldeanlagen und andere Sicherheitssysteme.
Der Wettbewerb unter den Herstellern sorgte für immer neue, dazu leistungsfähigere und preisgünstigere Geräte. Zunehmendes Umweltbewußtsein der Konsumenten bewirkte, daß der Energieverbrauch vieler Produkte verringert wurde. Im Zuge dieser Entwicklung erhielten sie aufwendige elektronische Steuerungen. Schon manche Waschmaschine oder Heizung hat ein gewisses Maß an technischer Intelligenz, kann also Sensordaten aufnehmen und verarbeiten.
Nachdem wohl kaum noch ein Bereich privaten Lebens ohne die Unterstützung durch elektrische Systeme auskommen muß, sucht man nun die bislang getrennten und für sich arbeitenden Anwendungen zu koppeln: Einzelne Geräte werden miteinander vernetzt, tauschen Informationen aus und stimmen ihre Funktionen aufeinander ab.
Voraussetzung dafür ist eine gemeinsame, einheitliche Schnittstelle. Dazu wurde in jüngste