Grigori Perelman
Da sage noch einer, Mathematik sei eine trockene Angelegenheit! Im Jahr 2006 jedenfalls ging es heiß her. Fast vier Jahre brauchte die Mathematikergilde, bis sie sich endgültig überzeugen ließ: Grigori Perelman hat tatsächlich den Beweis für die Poincaré-Vermutung entwickelt. Über dieses zentrale Problem des Fachgebiets Topologie, das sich mit Objekten beschäftigt, die aus einer Verallgemeinerung des üblichen Raumbegriffs entstanden sind, hatten sich Mathematiker seit einem Jahrhundert vergeblich die Köpfe zerbrochen. Dieses Jahr bekam der menschenscheue Perelman nun die höchste Auszeichnung der Mathematik - die Fields-Medaille -, die er prompt zurückwies. Eine Entscheidung, die kaum jemand nachvollziehen konnte.