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Lexikon der Kartographie und Geomatik |
Quasigeoid, Bezugsfläche für die Normalhöhen. Trägt man die im Molodenski-Problem bestimmte Höhenanomalie in Richtung der Ellipsoidnormale über dem Referenzellipsoid ab, so entsteht eine Fläche, die nach R.A. Hirvonen (1960) als Quasigeoid bezeichnet wird. Dieselbe Fläche entsteht, indem man die Normalhöhe vom Oberflächenpunkt P aus jeweils längs der Ellipsoidnormale vorzeichengerecht nach unten abträgt. Das Quasigeoid ist selbst keine Äquipotentialfläche, stimmt aber mit dem Geoid relativ gut überein. Die Abweichungen zwischen Geoid und Quasigeoid sind von der Topographie und den Inhomogenitäten des Erdschwerefeldes abhängig; während diese Unterschiede auf dem freien Ozean praktisch verschwinden, erreichen sie beispielsweise für den Montblanc etwa 2 m.
BHK
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