Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Erklärungen für das Anämie-Rätsel

    04.04.2016, Dr. med. Svein Gisle Apeland, Haugesund, Norwegen
    Marion Benz schreibt über "Steinzeitliche Megasites" und beschreibt Mineralisierungsstörungen im Zahnschmelz, Harris-Linien in den langen Rohrknochen und Anämie. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es in den ersten "Stadtsiedlungen" eine weniger vielseitige Ernährung und Hungersnöte gegeben hat. Die Mitglieder der Jäger- und Sammlervölker waren größer gewachsen, obwohl diese zeitweise wenig Zugang zu Nahrung hatten. Im Ganzen konnten sie sich vielseitiger ernähren, vor allem in größere Mengen und mit hochwertigeren Proteinen.
    Was mich aber stutzig macht ist, dass man sich fragt, warum Anämie so häufig vorkam. Hier lebte eine größere Gruppe eng beisammen, auch mit den Verstorbenen, die teilweise unter den Böden in den Wohnstätten bestattet waren. Hinzu kommt, dass dort und in der Nähe auch Abfälle aufgehoben bzw. beseitig wurden, was ein gefundenes Fressen für eine Vielzahl von Parasiten und anderes Ungeziefer war!
    Man muss nur in den heutigen Slumgebieten in den wärmeren Regionen suchen, um genau dieses Bild zu finden. Und Eingeweidewürmer, zum Beispiel Hakenwürmer, verursachen in den Gedärmen Wunden, die chronische Blutungen und auch Anämie zur Folge haben. Dass es in den Steinzeitsiedlungen wenig eisenhaltige tierische Nahrung gab, ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch Teil der Erklärung des Anämie-Rätsels.


  • Gute und böse und indifferente Aliens

    03.04.2016, Christian Georg Becker
    Aprilscherz hin oder her: Ich zitier mal einen Sack aus Peter Watts Protagonist aus Blindsights Sicht auf die Dinge, die so einige Sichten etwas zynisch klingend zusammenfasst:

    "Once there were three tribes. The Optimists, whose patron saints were Drake and Sagan, believed in a universe crawling with gentle intelligence—spiritual brethren vaster and more enlightened than we, a great galactic siblinghood into whose ranks we would someday ascend. Surely, said the Optimists, space travel implies enlightenment, for it requires the control of great destructive energies. Any race which can’t rise above its own brutal instincts will wipe itself out long before it learns to bridge the interstellar gulf.

    Across from the Optimists sat the Pessimists, who genuflected before graven images of Saint Fermi and a host of lesser lightweights. The Pessimists envisioned a lonely universe full of dead rocks and prokaryotic slime. The odds are just too low, they insisted. Too many rogues, too much radiation, too much eccentricity in too many orbits. It is a surpassing miracle that even one Earth exists; to hope for many is to abandon reason and embrace religious mania. After all, the universe is fourteen billion years old: if the galaxy were alive with intelligence, wouldn’t it be here by now?

    Equidistant to the other two tribes sat the Historians. They didn’t have too many thoughts on the probable prevalence of intelligent, spacefaring extraterrestrials— but if there are any, they said, they’re not just going to be smart. They’re going to be mean."
  • Eine fragwürdige Studie - eher unwissenschaftlich

    03.04.2016, Mike Winkler
    Zitat von Quelle: http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article153826343/Warum-Introvertierte-bei-Fehlern-zu-Pedanten-werden.html

    "Die Studie bestand aus drei Teilen. Im ersten nahmen die Linguisten jegliche Informationen zu den [80] Probanden auf. Im zweiten testeten sie, wie die Teilnehmer auf Fehler reagierten. Sie zeigten ihnen Mails, in denen jemand mit einer Anzeige auf Mitbewohnersuche war. In einigen waren Tippfehler oder grammatikalische Fehler enthalten, andere waren fehlerfrei. Nach jeder Mail sollten die Studienteilnehmer den Absender einschätzen. Dazu mussten sie eine Reihe von Fragen beantworten, etwa: "Der Absender scheint freundlich zu sein", "der Absender scheint aufmerksam zu sein" oder "der Absender scheint vertrauenswürdig zu sein". Am Ende wurden alle Antworten kombiniert und daraus bewertet, wie gerne ein Teilnehmer – je nach Anzeige – eine Hausgemeinschaft eingehen würde.

    Im dritten Teil wurde der Charakter der Teilnehmer anhand von typischen Persönlichkeitstests bewertet. Erhoben wurden die Merkmale Stabilität, Geselligkeit, Wissbegierde, Selbstlosigkeit und Gewissenhaftigkeit.

    Heraus kam: Die Eigenschaft Geselligkeit war am bedeutendsten für die Untersuchung. Introvertierten Menschen schienen Fehler deutlich mehr auszumachen als extrovertierten. Sie gingen sogar noch weiter: Introvertierte sahen Menschen, die fehlerhafte Anzeigen aufgaben, als nicht so geeignete Mitbewohner an."

    Hier wurden also sage und schreibe 80 Leute getestet. Diese Leute waren alles Amerikaner, und das wird jetzt von den Medien auf die gesamte Weltbevölkerung extrapoliert. Der Hauptfehler der Studie ist aber, dass die Korrelation zwischen der Aversion gegen Rechtschreibfehler und der Introvertiertheit erst im nachhinein festgestellt und dies dann als Ergebnis präsentiert wurde. Wenn von den Leuten mit Rechtschreibfehleraversion beispielsweise prozentual mehr Vegetarier vertreten gewesen wäre, hätte die Schlagzeile dann vielleicht gelautet: "Warum Vegetarier bei Rechtschreibfehlern zu Pedanten werden"
  • Warum mehr Jungen als Mädchen als autistisch diagnistiziert werden

    03.04.2016, Marie Hoffmann
    Dass mehr Jungen als Mädchen die Diagnose Autismus erhalten, muss nicht zwangsläufig auf ihr Männlich-Sein, d.h. einen gonosomalen Erbgang zurückzuführen sein. Es könnte ähnlich sein wie bei ADHS, dass die Mädchen/Frauen eher zu introvertiertem Verhalten (Abschweifen, Träumereien) neigen oder die Kommunikationsschwierigkeiten besser kompensiert werden durch die erhöhte Anpassungswilligkeit/-fähigkeit (reine Vermutung). Wir alle haben bei ADHS das Bild des extrovertierten Erscheinungsbildes vor Augen, doch es gibt eben auch die introvertierte, weniger störende Variante.
    Ich kann mir vorstellen, dass bzgl. der Authismus-Diagnose der tatsächliche, zahlenmäßige Unterschied zwischen den Geschlechtern weniger groß ist als derzeit angenommen. Hier müssen einfach künftig die Tests angepasst werden.
  • Fernsehprogramm? Oh je!

    03.04.2016, MMS
    Wenn eine hochentwickelte Zivilisation aus dem Weltraum, die imstande ist, uns zu erreichen, unsere Programme in den Privatsendern sieht, wird sie ohnehin gerne und schnell vorbeifliegen. Sozusagen im Fluchtmodus.
    Aber im Ernst (und falls es kein Aprilscherz sein sollte!): Sollten wir nicht für die uns hier in unserer Welt immer mehr beschäftigende Völkerwanderung akzeptable und fremden-freundliche Lösungen suchen, als ein Feindbild schon jetzt ins Universum hinein zu projizieren?
    Ist unsere Erde zu klein für alle Feindbilder, die wir zu entwickeln im Stande sind?

    Also: Ich tippe als einzig akzeptable Lösung auf einen Aprilscherz!
  • Doch ein Begriff muss bei dem Worte sein!

    03.04.2016, Reiner Saddey
    "Nach den Ergebnissen von Shanafelt und seinem Team reduziert jeder zusätzliche Punkt mehr in der standardisierten Maßzahl für emotionale Erschöpfung – einem Burnout-Indikator – die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten zwei Jahren weniger zu arbeiten, um 40 Prozent."

    Wie bitte?

    Also: Jeder zusätzliche Erschöpfungspunkt reduziert die Wahrscheinlichkeit weniger zu arbeiten.

    Also: Je erschöpfter, desto wahrscheinlicher wird in Zukunft mindestens gleich viel gearbeitet.

    Passt irgendwie nicht zur Überschrift...
    Antwort der Redaktion:
    Stimmt, das ist ein Fehler, wird korrigiert, danke.
  • Wir haben schon genug Flüchtlinge aus der Ferne ...

    03.04.2016, artefaktum
    .... die Deutschlands Grenzen überrollen! Daher ist so eine Tarnkappe mehr als wichtig. Wo kommen wir hin, wenn auch noch der Rest des Universums bei uns in Deutschland Asyl beantragt? Die AfD sollte sich unbedingt des Themas annehmen und eine Laser-Tarnkappe in ihr Parteiprogramm aufnehmen!
  • Transits sind nicht selten

    03.04.2016, Friedrich Gebhardt
    Aus einer vorgegebenen Richtung (wenn man also genau weiß, wo die (nicht existierenden :-) Aliens hausen) sind Transits selten, aber zu jeder Zeit findet aus der von der Sonne abgewandten Richtung aus gerade ein Transit statt. Gibt es wirklich nichts Wichtigeres als solche Spinnereien?
  • Sprachkonventionen

    03.04.2016, Reinhard Fichtner
    Jede Art von Kommunikation beruht auf verbindlichen Konventionen. Ein einziges falsches Bit in einem Computerprogramm kann Projekte im 100-Millionen-€-Bereich fehlschlagen lassen. Auch wenn die menschliche Sprache - in welcher Form auch immer - fehlertoleranter ist bzw. sein muß, gilt hier das gleiche Prinzip. Es ist nicht ersichtlich, welchen Erkenntniswert die Psychologie in diesem Zusammenhang haben sollte.
  • Gegensätze?

    03.04.2016, Walter Weiss
    Was sich im Bereich INNERHALB der Reichweite unserer körperlichen Sinne abspielt, ist evident, verständlich, ja sogar selbstverständlich. Die Naturwissenschaften befassen sich demgegenüber mit Vorgängen AUSSERHALB der genannten Reichweite. Im Regelfall setzt ein Naturwissenschaftler für ein solches Problem eine Arbeitshypothese, die es dann zu verifizieren gilt, d.h. durch Versuchsanordnungen oder auch Beobachtungen ihre Evidenz nachzuweisen - oder auch nachzuweisen, dass sie falsch ist. Ist sie als evident nachgewiesen, läßt sie sich indessen nur mit mathematischen Formeln festlegen; wir können solche Vorgänge AUSSERHALB der Reichweite unserer Sinne also nicht mehr verstehen (trotz unendlich vieler Versuche, das hinzubekommen!), sondern 'nur' noch berechnen.

    Nimmt man diese jedem Naturwissenschaftler selbstverständlichen Regeln zur Kenntnis, ist überhaupt kein Gegensatz zwischen einer reinen Arbeitstheorie/Hypothese und ihrer Verifizierung - das sind vielmehr zwei Glieder in der ständigen Problem-Lösung der Naturwissenschaftler, wobei die reine Arbeitshypothese eben so lange unvollständig bleibt, bis sie entweder verifiziert oder falsifiziert ist.

    So einfach ist die Situation.
  • nette Theorie

    03.04.2016, linklank
    Aber ob Alliens die sich zu uns auf machen können uns so suchen würden? Oder haben sie uns vielleicht endeckt? Wenn wir auf einen Planeten um einen Nachbarstern wären könnten wir mit unseren Methoden die inneren Planeten überhaupt entdecken oder nur die großen Gasplaneten sehen? Und wie will man wissen wann man die Laser einschalten soll, nja aber wenn Alliens die gleiche Idee hatten könnte das erklären warum keine gefunden worden. Das neben der langweiligen Erklärung, dass das All eben groß, erst seit realtiv kurzer Zeit gesucht wird man nicht genau weis nach was man suchen soll und ein interstellares Signal schwer erzeugbar ist.
  • Münchhausen-Syndrom

    03.04.2016, Dr. Dieter J. May
    Wer kennt nicht die Baron von Münchhausen-Geschichte, in der sich jemand an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen möchte? Natürlich ohne Erfolg! Im deutschen Gesundheitswesen ist dieses Denken aber seit Jahrzehnten auf der Tagesordnung und wird den sehr einseitig "aufgeklärten" Wählern und Patienten als funktionabel verkauft. Aber wehe wehe wehe, wenn ich auf das Ende sehe!
  • Man merkt es....

    03.04.2016, Statistiker
    ... die bisherigen Beitragsschreiber wissen nichts von ihrer Sprache. Weder die Orthographie noch die Grammatik bleibt stehen, sondern enwickelt sich. Auch der Duden ist deskriptiv, nicht präskriptiv, auch wenn das die bisherigen Sprachnörgler gerne so hätten.

    Ach ja, der Duden: Der gilt nur im Sprachgebrauch im Bereich der KMK und der IMK. Was das bedeutet, wissen die Sprachnörgler bestimmt, ansonsten nörgelten sie ja nicht.

    Ich freue mich über jede Neuerung unsere Sprache, ja, das macht Sinn, das realisiere ich täglich. Good Morning, Vietman.....
  • Ist das * eigentlich ein Grammatikfehler?

    03.04.2016, Rainer
    Ist das * eigentlich ein Grammatikfehler? Ich versteht nicht ganz was der Autor*In ausdrücken der die das wollte.
  • Unglücklich ist,

    02.04.2016, kl-ing
    dass dieses spannende Theam ausgerechnet am 1.April vorgestellt wird. Das steht einer ernsthaften Diskussion dann schon im Weg...