Für den typischen Weihrauchgeruch wird Olibanum, das Gummiharz des Weihrauchbaums, verkokelt.
Erklärung:
"Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe" - so steht es geschrieben über den Besuch der Heiligen Drei Könige in Bethlehem. Ihre Gaben gehörten zu den größten Kostbarkeiten jener Zeit - und hielten daher nicht umsonst Einzug in die Gottesdienstsitten der christlichen Kirche.
Weihrauch ist eigentlich das Resultat einer Verletzung: Die Rinde der Bäume (Boswellia carteri) wird angeritzt, woraufhin Milchsaft austritt und an der Luft zu einem Gummiharz erhärtet. In den Sommermonaten können wöchentlich bis zu 500 Gramm von einem Baum abgekratzt werden. Im Herbst geht der Fluss zurück, die Ernte wird daher eingestellt. Erst nach einer Ruhepause von ein bis zwei Jahren kann dann erneut das Messer angesetzt werden.
Die zu den Balsambaumgewächse (Burseraceae) zählenden, meist nur wenige Meter hohen Weihrauchbäume kommen in Südarabien und Eritrea vor. Über 4000 Jahre alte Quellen berichten bereits vom Handel mit dem auch als Arznei und zum Einbalsamieren von Leichen höchst begehrten Harz, und die Weihrauchstraße, eine der ältesten Handelsstraßen, zog sich über 3500 Kilometer vom Indischen Ozean bis zum Mittelmeer. Als Symbol für Reichtum und Macht war Weihrauch im weltlichen wie im religiösen Bereich hoch geschätzt - nicht umsonst hatten es die Weisen aus dem Morgenland im Gepäck.
Dem heute verwendeten Weihrauch sind meist noch weitere Harze wie Myrrhe, Tolubalsam, Benzoeharz, Storax und andere Substanzen zugesetzt.
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