a) 3. Jhdt. v. Chr. b) 14 n. Chr. c) 1591 d) 1779 e) 1851
Antwort:
Die erste Eisenbrücke wurde 1779 fertiggestellt. Sie überspannt den kleinen Fluss Severn bei Coalbrookdale und wird auch heute noch als Fußgänger- und Fahrradbrücke genutzt.
Erklärung:
Heute eine eher ländliche Gegend, war die Gegend um Coalbrookdale in der englischen Grafschaft Shropshire im 17. Jahrhundert eine wichtige Industriegegend. Denn wie der Name schon verrät, lagerten dort ergiebige Kohlevorkommen, und das nahe der Erdoberfläche. 1635 wurden etwa 100 000 Tonnen Kohle gefördert, die vorwiegend für den Export bestimmt waren, doch heizten sie auch die Öfen der lokalen Kalkindustrie und Bleischmelzen. Und hier entstand eines der frühen Zentren der Eisenherstellung: Um 1735 wurden mit Hilfe von Koks bereits große Mengen Eisen im Hochofen erzeugt.
Da die nächste Brücke etwa drei Kilometer entfernt lag und das Übersetzen mit der örtlichen Fähre schwierig und gefährlich war, entschloss man sich 1776, eine eigene Brücke zu bauen. Die Entwürfe für den Bau der Brücke stammen von Thomas Farnolls Pritchard, der allerdings im Dezember 1777, nur einen Monat nach Beginn der Bauarbeiten, starb, sodass der Schmiedemeister Abraham Darby III und der Ingenieur John Wilkinson die Betreuung allein weiterführten. Sie ließen die Einzelteile der fünf halbkreisförmigen Bögen aus Gusseisen vorfertigen und dann vor Ort zusammensetzen und montieren.
Die ersten Brücken sind als Hängebrücken aus China und Indien bekannt. Hier gab es im 3. Jahrhundert v. Chr. erste Exemplare mit einem festen Gehweg aus Bambus, die an Eisenketten aufgehängt wurden. Ebenfalls im Jahr 1779 wurde in Szetschuan die längste Hängebrücke aus Bambus gebaut, die 200 Meter überspannt.
Die älteste uns heute bekannte Bogenbrücke entstand im 7. Jahrhundert v. Chr. in Jerwan, im heutigen Irak, aber auch in Asien dürfte die Technik verbreitet gewesen sein. Die Römer überquerten den Tiber mit einer Bogenbrücke, bei der ein Pfeiler sogar im Fluss stand. Etwa im Jahr 14 n. Chr. entstand die berühmte Pont du Gard. 1591 wurde eine weitere berühmte Brücke fertiggestellt, die Rialtobrücke in Venedig über den Canale Grande.
1851 wurde die größte Ziegelsteinbrücke der Welt eingeweiht, ebenfalls eine Bogenbrücke wie in Coalbrookdale: die Göltzschtalbrücke bei Mylau in Sachsen. Sie sollte die Eisenbahnverbindung von Nürnberg nach Leipzig ermöglichen, doch barg die Querung des Tales einige Probleme, allein schon auf Grund mangelnder Erfahrung bei solch großen Bauwerken - die Brücke überspannt 574 Meter, der größte Spannweite eines Bogens liegt bei 31 Metern. Auf eine Ausschreibung folgten zahlreiche mehr oder weniger zu realisierende Vorschläge. Keiner überzeugte, sodass sich Johann Andreas Schubert, der Vorsitzende der Prüfungskommission, selbst an Reißbrett setzte und aus vier Vorschlägen einen eigenen Entwurf erstellte. Der Bau der Brücke führte zu einem Boom in der Ziegelsteinindustrie, da insgesamt etwa 26 Millionen Stück dafür benötigt wurden.
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