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Mikrobiologie: Aufstieg und Fall der Nanobakterien

Bis vor Kurzem sahen viele Forscher Nanobakterien als die kleinsten bekannten Krankheitserreger an. Jetzt ist klar: Die winzigen Strukturen sind überhaupt keine Lebensformen. Dennoch spielen sie für unsere Gesundheit eine wichtige Rolle.
Nanobakterien
Damit sei der Nachweis extraterrestrischen Lebens erbracht, erklärte der damalige US-Präsident Bill Clinton 1996 auf einer Pressekonferenz. Der Hintergrund: Ein Meteorit, der sich vor etwa 15 Millionen Jahren von der Marsoberfläche abgespalten hatte, schien fossile Überreste winziger Organismen – kleiner als alle bis dahin bekannten – zu enthalten. Manche Forscher spekulierten gar, es handle sich dabei um Zeugen der Entstehung des Lebens. Bald folgte die nächste Sensationsmeldung: Möglicherweise könnten diese rätselhaften Winzlinge immer noch unter uns weilen – in unseren Körpern, wo sie unter Umständen eine Reihe von Krankheiten verursachten.

Viele Experten reagierten höchst skeptisch auf diese Enthüllungen. Einiges deutete darauf hin, dass die Entdecker in ihrer Aufregung voreilige Schlüsse gezogen hatten, die einer soliden wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten würden. Im Lauf der letzten gut zehn Jahre haben Forscher nun viel über diese winzigen Partikel und ihr Verhalten in Erfahrung gebracht. Wie sich zeigte, handelt es sich dabei keineswegs um exotische neue Krankheitserreger, ja nicht einmal um Lebensformen. Dennoch spielen sie eine wichtige Rolle für die menschliche Gesundheit – nur eben nicht jene, die man ihnen zunächst zugesprochen hatte...

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