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Artenschutz: Kakapo-Schutzprogramm zeigt Wirkung

Kakapo
Der vom Aussterben bedrohte Kakapo (Strigops habroptilus) – ein in Neuseeland endemischer, nachtaktiver Papagei – erholt sich dank eines Schutzprogrammes, das von David Houston von der Universität Glasgow und der neuseeländischen Naturschutzbehörde koordiniert wird. Die Wissenschaftler entwickelten ein spezielles Nahrungsergänzungsprogramm für die Tiere, das die Zahl der gelegten Eier drastisch erhöhte.

Kakapo (Strigops habroptilus) | Die Kakapo-Population (Strigops habroptilus) erholt sich dank eines langjährigen Schutzprogrammes kontinuierlich. Durch eine spezielle Nahrungsergänzung gelang es Biologen nun, die Eiablage der Vögel drastisch zu erhöhen.
Die Förderung des Eierlegens ist ein besonders entscheidender Aspekt des Programmes, so Houston, da die Vögel unter normalen Bedingungen nur unregelmäßig alle zwei bis sechs Jahre brüten. Dies hängt damit zusammen, dass die pflanzenfressenden Papageien zur Jungenaufzucht nur bestimmte Früchte verwenden und damit vom phänologischen Rhythmus der entsprechenden Bäume abhängig sind. Die Wissenschaftler entwickelten nun Pellets, die alle wichtigen Nährstoffe enthielten, und boten diese den Tieren an: Weibliche Kakapos, die das Futter annahmen, legten deutlich mehr Eier als die, die es verweigerten.

Im Jahr 1989 wurde der so genannte Kakapo Recovery Plan entwickelt, um die Art vor dem Aussterben zu retten. Zunächst wurden systematische Zählungen durchgeführt: 1995 bestand demnach die Weltpopulation aus lediglich fünfzig Individuen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich diese Zahl fast verdoppelt. Alle gefangenen Tiere wurden auf kleinen Inseln ausgesetzt, auf denen möglichst wenige Säugetierarten vorkommen: Räuberische Marder, Wiesel, Katzen und Ratten, die mit den menschlichen Siedlern nach Neuseeland kamen, waren in der Vergangenheit der Hauptgrund für den Rückgang der flugunfähigen Art. (lp)

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