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Geophysik: Muster in Meeresströmungen und Jupiters Atmosphäre beruhen auf gleichen Prozessen

Jupiter
Jupiter und Pazifik im Vergleich | Die verblüffende Übereinstimmung der Bänder in der Jupiter-Atmosphäre und ozeanischen Strömungen machte die Wissenschaftler um Boris Galperin stutzig. Und siehe da: Sie beruhen auf ähnlichen Grundlagen – kleine Wirbel, so genannte Eddys, halten die Strahlströme in Bewegung.
Bandförmige Meeressströmungen in Tiefen um 1000 Meter gehen auf dieselben Ursachen zurück wie die typischen Streifenmuster in der Atmosphäre von Jupiter und anderen Riesenplaneten, berichten Forscher um Boris Galperin von der Universität von Südflorida. Sie werden demnach von kleineren Wirbeln, so genannten Eddys, angetrieben und aufrechterhalten. So entsteht eine charakteristische Abfolge von sich abwechselnden Ost- und Westströmungen, die im Nordpazifik auch tatsächlich beobachtet werden können.

Bisherige Simulationen von Meeresströmungen hatten aufgrund des mangelnden Auflösungsvermögens die Rolle der Eddys nicht berücksichtigen können und daher keinen Hinweis auf die auch im Ozean ausgeprägten, zonalen Jetstreams geliefert. Diese Strömungen behalten in den Simulationen bis in große Tiefen ihre Richtung bei, allein die Amplitude ändert sich teilweise geringfügig.

Galperin und seine Kollegen hatten einen Abschnitt der Strömungen aus dem Pazifik verwendet und die Veränderungen über Jahre hinweg analysiert sowie auf einen globalen Maßstab hochgerechnet. Die dabei entstehenden Muster stimmten verblüffend mit entsprechenden Bildern der Jupiter-Atmosphäre überein, was einen identischen Ursprung nahe legte.

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