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Lexikon der Biologie |
Aderlaß, künstliche Blutentnahme aus einer Vene, durch Venenpunktion oder Venenschnitt, schon von Hippokrates empfohlen, um "verdorbenes Blut" abzulassen; entlastet das Herz-Kreislauf-System; eingesetzt z. B. bei Lungenstauung, plötzlichem Herzversagen, starker Gehirnblutung, zur Verdünnung oder Blutentgiftung; in der Antike (von Herophilos in die Heilkunde eingeführt) und im Mittelalter auch zur Allgemeinbehandlung als "ableitendes Mittel" angewandt; von F.J.V. Broussais zur Behandlung unter anderem einer Überreizung der Gewebe empfohlen. Der Aderlaß wird auch heute noch zum Teil mittels Schröpfköpfen sowie unter Einsatz des Medizinischen Blutegels (Hirudinidae) durchgeführt.
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