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Lexikon der Optik: Kreuzzylindermethode

Kreuzzylindermethode (nach Jackson), eine Methode zur Bestimmung des Astigmatismus des Auges unter Anwendung des Kreuzzylinders. Bei der Anwendung unterscheidet man prinzipiell nach Achsen- und Wirkungsabgleich. Beim Achsenabgleich hält man den Stiel des Kreuzzylinders in Richtung der vermuteten oder objektiv gemessenen Achse des Korrektionszylinders (Abb.). Dann liegen die Achsen des Kreuzzylinders jeweils um 45° zur vermuteten Korrektionszylinderachse verdreht. Beim Wenden des Kreuzzylinders um seinen Handgriff verlagert sich die Resultierende aus Korrektionszylinderachse und Kreuzzylinderachse einmal in Richtung auf die Achse des Augenastigmatismus und einmal von dieser weg. Dabei verbessert bzw. verschlechtert sich der Seheindruck für den Probanden spürbar. Sind die Seheindrücke in beiden Wendelagen aber gleich (leicht unscharf), dann stimmen die Achse des Korrektionszylinders und die Achse des Augenastigmatismus genau überein.

Beim Wirkungsabgleich hält man einmal die positive und einmal die negative Kreuzzylinderachse auf den zuvor bezüglich seiner Achsenlage genau ermittelten Korrektionszylinder. Entsprechend der beim Wenden angegebenen Sehverbesserungen werden die Zylinderwirkungen jetzt so lange verstärkt, bis in beiden Wendelagen gleich schlechte Seheindrücke angegeben werden. Der Vorteil der K. besteht in der Verdoppelung des Fehlerbetrages in den Wendelagen, wodurch selbst kleinste Abweichungen von der Vollkorrektion durch den Probanden sicher beurteilt werden können. Moderne automatische Refraktionsgeräte haben ein computergesteuertes Kreuzzylinderprogramm integriert.



Kreuzzylindermethode: Achsenabgleich. Wirkung eines Kreuzzylinders in Verbindung mit einem astigmatischen Auge. Die Achse des Kreuzzylinders ist unter 45° gegen die Achse des Auges orientiert. a) Wendelage 1, b) Wendelage 2.

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